Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Hitparade der meistgestellten Fragen und Antworten zu den Ausbildungen Fachfrau/Fachmann Hauswirtschaft EFZ und Hauswirtschaftspraktiker/in EBA.

1. Was ist der Unterschied zwischen der Ausbildung zur Fachfrau/Fachmann Hauswirtschaft EFZ und Hauswirtschaftspraktiker/in EBA?
EFZ bedeutet Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis. Diese Ausbildung dauert drei Jahre. EBA ist die Abkürzung für Eidgenössisches Berufsattest und richtet sich an praktisch orientierte Jugendliche. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre. Beide Berufe werden in der Hauswirtschaft eingesetzt. Die EFZ-Ausbildung ist im Unterschied zur EBA-Ausbildung breiter abgestützt und umfasst zusätzlich den Bereich Administration. Im Alltag tragen Mitarbeiter mit EFZ-Abschluss mehr Verantwortung. Die Entscheidung, welche der beiden Ausbildungen für Jugendliche zur Anwendung kommt, ist abhängig von den schulischen Fähigkeiten und den Noten.

2. Was muss ich mitbringen, um Fachfrau/Fachmann Hauswirtschaft werden zu können?
Die Berufslehre richtet sich an Jugendliche mit Sinn für ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge. Besonders geeignet für diese Ausbildung sind teamfähige, kontaktfreudige und handwerklich geschickte Jugendliche, die flexibel sind und gerne anpacken. Das einwandfreie Verhalten gegenüber Kundinnen und Kunden ist eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung, ebenso wie die körperliche Fitness und die Freude an Bewegung und Abwechslung.

3. In welchen Bereichen arbeite und lerne ich während der Ausbildung?
Die Berufslehre im Einsatzgebiet Hauswirtschaft umfasst die Bereiche Verpflegung, Hausdienst und Reinigung, Wäscheversorgung, Gästebetreuung und Administration (bei EFZ-Ausbildungen).

4. Was für Ausbildungsorte stehen mir zu Verfügung?
Im ersten Lehrjahr kann sich die oder der Lernende wahlweise in einem Familien- oder einem Grosshaushalt (Heim, Spital, Hotel, Gastgewerbe) ausbilden lassen. Findet das erste Lehrjahr im Familienhaushalt statt, bedeutet das meist eine unschätzbare Bereicherung für die oder den Lernenden. Durch den direkten und persönlichen Kontakt im familiären Umfeld werden neben den fachlichen Kompetenzen die Sozialkompetenz, die Kommunikationsfähigkeit und die Offenheit der Auszubildenden gefördert. Das zweite und dritte Lehrjahr sind zwingend in einem Grosshaushalt zu absolvieren.

5. Wie bekomme ich das Wissen vermittelt?
In den ersten Monaten jedes Lehrjahres steht ein einwöchiger, überbetrieblicher Kurs. Die praktische Ausbildung erhalten die Lernenden dann in ihrem Lehrbetrieb. Für die theoretische Ausbildung besuchen alle Lernenden die Berufsfachschule.

6 . Mit wem kann ich einen Lehrvertrag abschliessen?
Lehrverträge können entweder nur mit einem Betrieb oder mit mehreren Betrieben («Verbundvertrag») abgeschlossen werden. Beim Verbundvertrag wechselt die oder der Lernende von einem Betrieb zum andern und wird umfassend und praxisorientiert in den verschiedenen Bereichen ausgebildet. Dank dem Verbundvertrag eignen sich auch kleinere oder sehr spezialisierte Betriebe für die Ausbildung von Lernenden. Arbeiten mehrere Betriebe zusammen, dann teilen sie sich auch die Ausbildungskosten und die Verantwortung.

7. In welchen Bereichen kann ich nach dem Lehrabschluss arbeiten?
Fachfrauen und Fachmänner Hauswirtschaft arbeiten vorwiegend in Grossbetrieben (Hotels, Heime, Spitäler usw.) und sind sowohl für die fachgerechte und selbständige Organisation hauswirtschaftlicher Tätigkeiten als auch für deren Ausführung zuständig. Sie nehmen Verantwortung wahr im Kontakt und in der Betreuung von Menschen und fördern deren Lebensqualität. Ihr Umgang mit der Umwelt, mit Nahrungsmitteln, Materialien, Geld und Ressourcen ist geprägt von ökologischen und ökonomischen Kriterien.
Hauswirtschaftspraktiker/innen arbeiten in Grossbetrieben und sind zuständig für die fachgerechte Durchführung von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sie pflegen einen ökonomisch und ökologisch bewussten Umgang mit Materialien, Geld und Ressourcen.

8. Habe ich nach der Lehre Weiterbildungsmöglichkeiten?
Nach dem Abschluss der zwei-, resp. dreijährigen Berufslehre stehen den Ausgebildeten viele Türen offen. Es bestehen zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, die zu eidgenössisch anerkannten Diplomen führen (siehe Berufsbildungsschema). Gleichzeitig besteht auch die Möglichkeit von Sprachaufenthalten.

9 . Und was ist mit dem Haushaltlehrjahr?
Die ein- und zweijährige Ausbildung wird seit dem Jahr 2000 nicht mehr in der früheren Form angeboten.